Hifi-Racks und Regale – Die schönsten Lösungen für dein Wohnzimmer

In diesem Artikel möchte ich Dir ein paar Lösungen für  stilvolle Unterbringung deiner Hifi-Anlage vorstellen.  Ein passendes Rack zu finden, kann sich als ziemlich schwierig und langwierig erweisen, schließlich soll das zukünftige Möbel perfekt ins vorhandene Mobiliar passen, dabei möglichst gut aussehen und eine hohe Verarbeitungsqualität aufweisen und schlussendlich auch noch bezahlbar sein. Vor der selben Aufgabe stand ich vor knapp zwei Jahren auch, nachdem ich in eine neue Wohnung gezogen bin. Ich möchte Dir in diesem Artikel drei Lösungen vorstellen, die ich persönlich für sehr schön befinde und wovon eine auch Anwendung in meinem Wohnzimmer findet. Diese findest du ganz am Schluss des Artikels.

Diese Fragen solltest du dir am Anfang stellen

Rack oder Regal – welche Lösung lässt sich in mein Wohnzimmer passend integrieren?

Diese Frage ist eigentlich die wichtigste überhaupt, denn man muss vorher genau ergründen, ob man genügend Platz hat, um ein Rack zu stellen. Neben dem Platz sollte auch mindestens eine Steckdose vorhanden sein. Der Platz sollte außerdem so gewählt werden, dass man nachher problemlos die Lautsprecher verkabeln kann, ohne die Kabel einmal durch das komplette Zimmer verlegen zu müssen.

Mein Problem war damals, dass nur eine Position im Raum in Frage kam und das dort auch der Subwoofer meiner Heimkinoanlage untergebracht werden musste. Ein kaufbares Rack mit passendem „Subwooferausschnitt“ gab es nicht, weshalb mir nur der Selbstbau übrig geblieben wäre. Die Option kam für mich aber nicht in Frage.  Wer ebenso wie ich nur begrenzten Platz zur Verfügung hat, der sollte eher auf eine Regallösung zurück greifen.

Wie viele Geräte möchte ich insgesamt unterbringen?

Dabei sollte man nicht nur an sein momentanes Setup denken, sondern auch an etwaige Anschaffungen in der Zukunft.Das Standart-Setup ist sicherlich ein Verstärker mit CD-Player, evtl. ein Tuner und/oder ein Plattenspieler. Das bedeutet schon Mal, dass man mindestens drei Fächer braucht. Man sollte jedoch davon ausgehen, dass in der Zukunft vielleicht noch andere Geräte hinzukommen.

Ich denke dabei besonders an irgendwelche Docks für den iPod/iPhones etc. oder Blutoothempfänger für Tablets und Smartphones im Allgemeinen, als auch D/A-Wandler. Was heutzutage auch sehr beliebt ist, sind Netzwerkplayer über die man Spotify, Apple Music sowie eigene Musik aus dem Netzwerk streamen kann. Wenn man sowas vorher nicht mit in die Überlegung einbezieht, der muss später vielleicht wieder ein neues Rack kaufen, um alles unter zubringen oder sich von etwas Altem trennen.

Wie viel Geld möchte ich maximal ausgeben?

Wer vorab schon Mal ein wenig gestöbert hat, der hat sicherlich schon gemerkt, dass man sehr schnell, sehr viel Geld für Hifimöbel ausgeben kann. Firmen wie Schroers&Schroers oder Schnepel machen auch sehr schicke Hifi-Möbel, sind aber preislich gesehen in der ersten Bundesliga angesiedelt und kamen für mich persönlich deshalb nicht in Frage. Die gute Nachricht ist: Man bekommt auch für unter 300€ schöne und hochwertige Möbel. In den folgenden Absätzen möchte ich Dir zwei, wie ich finde, sehr schöne und durchdachte Lösungen vorstellen.

 

Zwei Beispiele für besonders schöne und erschwingliche Hifi-Racks 

Hifi-Racks gibt es in zahlreichen Ausführung z.B. aus Holz, Glas oder Metall, mit oder ohne integrierte Kabelführung, fest oder auf Rollen gelagert. Ein großer Vorteil dieser Racks ist die Stabilität der ganzen Konstruktion, sodass auch schwere Verstärker und andere Geräte kein Problem darstellen. Eine optimale Entkopplung vom Boden durch Spikes(inklusive Absorber/Discs)  ist wichtig, um die Elektronik vor Schwingungen (zum Beispiel knallende Türen oder Straßenbahn- und Autoverkehr, Bass der eigenen Musik) zu schützen.

Vorteile von Hifi-Racks:

  • Höchste Stabilität
  • Geringer Arbeits- und Montageaufwand
  • Kabelführung kann integriert sein
  • Machen optisch mehr her als Regale
  • Optimale Luftzirkulation und Kühlung der Hifigeräte durch offene Bauweise
  • Optimale Abkopplung vom Boden durch Spikes
  • Rahmen können mit Sand befüllt werden, um noch unanfälliger gegenüber Schwingungen zu sein

Nachteile von Hifi-Racks:

  • Nicht immer in der passenden Farb- bzw. Holzsorte zu haben
  • zum Teil sehr preisintensiv
  • nicht erweiterbar im Gegensatz zu einem Regalsystem

NORSTONE Bergen 2

Norstone Bergen 2 – © www.norstone-design.com

Norstone ist eine Marke des französischen Hifi-Möbelhersteller AV-Industry und richtet sich mit seinen Möbeln an designverliebte Menschen. Das Modell Bergen 2 besticht meiner Meinung nach durch sein minimalistisches Äußeres und seine durchdachte Konstruktion. Jede einzelne Regalschicht ist durch Spikes entkoppelt. Mit seinen vier Regalen hat es genug Platz, um alle vorhandenen Hifi-Geräte aufzunehmen. Die einzelnen Regale bestehen aus gehärtetem, schwarz glänzend lackierten Glas. Jedes Fach kann mit bis zu 40kg belastet werden. Die Ständer zwischen den Glasplatten bestehen aus schwarz gepulverten Stahl und geben dem Rack den nötigen Halt. Das unterste Regal hat den meisten Platz nach oben (24,2 cm). Damit passen dort auch sehr große Verstärker rein.

Norstone Bergen Detail
Norstone Bergen 2 – © www.norstone-design.com

Die beiden darüber liegenden Regale haben jeweils 182mm Platz und eignen sich für CD-Player, Equalizer oder Tuner. Die oberste Glasplatte ist für den Plattenspieler vorgesehen. Zwischen den Trägern ist immer 46 cm Platz(Plattenmaße 50cm x 50cm), damit hat jedes Hifi-Gerät im Standartmaß hervorragend Platz. Mit knapp unter 250€ ist das Rack auch als durchaus günstig zu betrachten. Ein Kabelmanagementsystem gibt es nicht, man muss sich also selbst etwas einfallen lassen. Bei einem Rack bieten sich da meiner Meinung nach Kabelschläuche in einem netten Dekor an.

Eigenschaften: (laut Hersteller)

  • 4 Ebenen
  • Einlegeböden aus gehärtetem, schwarz glänzend lackierten Glas
  • Rahmenzwischenstücke aus pulverbeschichten Stahl (schwarz)
  • Jede Ebene ist durch Spikes und Unterlegescheiben von einander getrennt
  • Max. Belastbarkeit der Böden: 40kg je Glasscheibe
  • Höhe: 70,9cm
  • Breite: 55,9cm
  • Tiefe: 50cm

Ein PDF mit allen Maßen und was man sonst noch so brauchen könnte, findest du hier. Andere Hifi-Rackmodelle von Norstone findest du unter diesem Link*.

EMPIRE HiFi Racks – Elite Serie

Empire Rack EC04
Empire Rack EC04 in schwarz

Empire ist ein deutscher Hifi- und Audiomöbelvertrieb aus Troisdorf in Nord-Rhein-Westfalen. Im Programm finden sich neben Hifi-Racks auch Boxenständer und TV-Möbel. Im Gegensatz zum Bergen ist die Rahmenkonstruktion aus pulverbeschichteten Stahlrohren, die in verschiedenen Farben geordert werden können. Die Rohre können zusätzlich noch mit Quarzsand(Körnung ab 2mm) befüllt werden, um die Stabilität zu erhöhen und Schwingungen zu minimieren. Die Ebenen bestehen aus 12mm dicker mitteldichter Holzfaserplatte (MDF), die mit Echtholzfurnier beklebt sind. Für richtige Sparfüchse gibt es die Ebenen auch noch ohne Furnier – in diesem Fall sind die Bretter schwarz matt lackiert. Entkoppelt gegenüber dem Rahmen werden die einzelnen Böden durch Gummidämpfer.

Unter den Füßen befinden sich höhenverstellbare Spikes mit Unterlegscheiben. Auf Wunsch kann zu jedem Rack für kleines Geld eine schmale Rückwand mit Löchern fürs Kabelmanagement mitbestellt werden, was man meiner Meinung nach auf alle Fälle machen sollte, damit unnötiges Kabelwirrwarr nicht den sauberen Look zerstört.

Die Racks von Empire gefallen mir wirklich ausgesprochen gut und sind vom Preis her wirklich erschwinglich. Durch die die vielen erhältlichen Variationen, sollte so gut wie jeder ein passendes Rack finden, dass zu seiner Inneneinrichtung passt. Du musst mehr als drei Geräte unterbringen? Kein Problem! Jede Serie kann mit einer variablen Anzahl an Ebenen bestellt werden. Von drei bis sechs Ebenen ist alles möglich.

Empire EC04 Detail

Eigenschaften: (laut Hersteller für Elite Serie, andere Serien abweichend)

  • 3-6 Ebenen, 12mm dicke MDF-Böden mit Echtholzfurnier oder in schwarz lackiert
  • pulverbeschichteter Stahlrahmen
  • Ebenen liegen auf gummierten Einschraubträgern
  • höhenverstellbare Spikes samt Unterlegteller
  • Gummipuffer für die Rahmen
  • Rohre können mit Quarzsand befüllt werden (Körnung ab 2mm)
  • Max. Belastbarkeit: Bödem rahmentragend 40kg,  Böden auf Einschraubträgern 20kg
  • Erhältliche Furniere: Esche schwarz, Kirsche, Ahorn, Buche
  • Erhältliche Rahmenfarben: schwarz, weiß oder silber
  • Höhe:  61cm bis 117cm
  • Breite: 59cm
  • Tiefe: 50cm

Die genauen Maße des hier verlinkten Racks Empire EC-04 findest du hier. Andere Ausführung und Serien von Empire kannst du hier begutachten*.

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Das Regalsystem für die Hifi-Anlage

Wer sich wie ich dafür entscheidet anstatt eines Racks lieber ein Regalsystem für seine Hifi-Komponenten zu verwenden, der wird schnell merken, dass es ziemlich viel Schrott auf dem Markt gibt und man nach wirklich schönen Lösungen wirklich etwas suchen muss. Wichtig bei der Suche ist immer die Traglast der Regale. Man findet viele Produkte, die man maximal mit 10-12kg pro Boden belasten darf, was für einen großen Verstärker einfach zu wenig ist und deshalb sofort rausfällt. Ich möchte dir hier  einmal meine Lösungen präsentieren, die ich selber seit zwei Jahren in Gebrauch habe. Bei meiner Lösungen muss man sich auch selbst um das Kabelmanagement kümmern. Hier bieten sich z.B. Kabelkanäle oder Kabelschläuche an.

VorteileNachteile
Riesige Auswahl von Formen, Farben, Holzsorten und Befestigungsmöglichkeiten Muss natürlich an der Wand mittels Bohren und Dübel angebracht werden
günstig in der Anschaffung und immer erweiterbar Versetzen der Regale bedeutet recht hohen Aufwand gegenüber einem Rack

Meine Lösung – SUMO-Wandregal von REGALRAUM

Regalraum SUMO
Technics SU-V 660 auf Regalboden SUMO

Als ich vor zwei Jahren in meine jetzige Wohnung zog und das Wohnzimmer einrichtete, wurde mir schnell bewusst, dass ich kein normales Hifi-Rack stellen kann, da der Subwoofer meiner Heimkinoanlage aus Platzgründen  mit an die Stelle der Hifi-Anlage wandern musste. Als erstes dachte ich noch an Selbstbau-Rack, aber da ich wenig Werkzeug für die Holzbearbeitung besitze und mir das auch nicht wirklich zugetraut hatte, entschloss ich mich eine Alternative zu suchen. Durch Zufall bin ich auf das Wandregal SUMO von Regalraum gestoßen, welches all meine Kriterien zu vollster Zufriedenheit erfüllt.  Wichtigstes Kriterium neben der Farbe war die Tragfähigkeit der Regale, da Verstärker schnell mal mehr als 20kg auf die Waage bringen können und herkömmliche Mediaregale dafür so garnicht zu gebrauchen sind.

 

Sumo Wandregal Innenaufbau
Innerer Aufbau der SUMO Wandregale in Wabenstruktur

 

Das SUMO Wandregal ist im wahrsten Sinne ein kräftiger Typ. Mit der richtigen Wandhalterung trägt es bis zu 40kg und wird so mit jedem Plattenspieler oder Vollverstärker/Endstufe fertig. Möglich macht das die spezielle Wabenstruktur aus Holzwerkstoff. Bei dem Bild denkt bestimmt jeder gleich an Kartons, die genau dadurch so stabil bleiben und gleichzeitig trotzdem sehr leicht. Genau das zeichnet auch die SUMOs aus: Hohe Belastbarkeitund Biegefestigkeit sowie ein geringes Gewicht. Wirklich kein Vergleich zu einem Brett aus Vollholz.

Gesamte Anlage
Meine Anlage mit untenstehenden Subwoofer, der aber nicht fürs Musikhören benutzt wird und dort nur steht, weil das der einzige freie Platz ist.

Es gibt für das Regal insgesamt zwei verschiedene Tiefen, nämlich 30 und 40cm, die entweder in schwarz oder weiß erhältlich sind. Ich persönlich benutzte die 40er Variante in schwarzund habe genug Platz zur Wand und zum vorderen Rand des Brettes. Mittlerweile gibt es ein tolles Set* bestehend aus dem SUMO-Regal und der CUBE-Wandhalterung, die sicherlich noch um einiges besser ist in Sachen Tragefähigkeit als die Regalträger (CUADRO), die ich damals gekauft habe.

Die Regale hängen seit mittlerweile zwei Jahren an der Wand und verrichten Ihre Arbeit noch immer tadellos. Wer aufgrund von Platzproblemen, dem eigenen Geschmack oder leerem Geldbeutel auf Regale für seine Hifi-Geräte zurückgreift, dem kann ich dieses System wirklich nur wärmstens empfehlen. Für ca. 30€ pro Regal inklusive Wandhalterung erhält man ein durchdachtes und bombenfestes System, dass zugleich auch noch unschlagbar günstig im Vergleich zu herkömmlichen Hifi-Racks.

Bei der Variante mit den CUADRO-Halterungen war es problemlos möglich alle Kabel noch hinter das Brett zu legen, dies geht jetzt aber nicht mehr bei CUBE, da die Halterung durchgängig ist. Mann muss also den Kabelkanal außen verlegen oder man fräst sich eine Kerbe in die Wand. 😉
Wem das nicht gefällt, der kann auch auf das Mediaboard BOY von Regalraum* zurückgreifen. Das hat nämlich eine Aussparung an der Rückseite, durch die man das Kabel durchführen kann. Einziges Manko an dem Regal ist Tiefe von nur 30cm – damit fallen große Verstärker und Plattendreher definitiv raus.

Wo Du nun meine Lösung kennst, würde es mich interessieren wie es bei dir zu Hause aussieht. Steht deine Anlage in einem Rack, auf einem Regal oder hast du eine ganze andere Lösung?

Über einen Kommentar von Dir würde ich mich freuen! 🙂